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Frisur neu"Wenn keine Begleiterkrankungen vorliegen würde ich immer zuerst eine Umstellung der Ernährung auf die LOGI-Methode empfehlen, bevor man über eine Magenbypass-Operation nachdenkt." empfiehlt Heike Hehn. Ihre Ausgangssituation war jedoch schwieriger und sie entschied sich zu einem radikalen Schritt:

Weg mit den Krücken – mit einer Magenbypass-Operation UND der LOGI-Methode zurück in ein aktives Leben

Mein Name ist Heike, ich bin 47 Jahre alt. Ich litt schon sehr viele Jahre unter meinem Übergewicht, keine Diät fruchtete. Ich nahm sogar mit Weight Watchers zu. Hormonell war bei mir einiges im Argen, ebenso lagen andere Erkrankungen vor: Arthrosen (mittlerweile habe ich drei Prothesen: beide Knie und Hüfte links), Lipolymphödem, Fettleber, Unterfunktion der Schilddrüse, Hashimoto und noch manch anderes. Ich wurde immer dicker – ein Zustand, der mir ein schönes, aktives Leben sehr, sehr schwer machte.

Was blieb mir, außer Arbeit und nach Hause gehen und dort rumzusitzen ... Bewegung? Unmöglich, denn alles tat weh!

Eine mißglückter OP verschlimmert die Situation

Aufgrund einer missglückten Fuß-OP in März 2011 lief ich zudem insgesamt drei Jahre an Krücken. Ich wurde immer immobiler. Oftmals weinte ich, wegen der Schmerzen, wegen dem Zustand – was war das für ein Leben? Ich brauchte überall und bei allem Hilfe.

Als meine Ärzte immer öfters das Wort "Rollstuhl" erwähnten war für mich klar: DA will ich nicht landen! Ich hatte mich schon länger über die Risiken, Vor- und Nachteile einer bariatrischen Operation informiert. Zudem war und bin ich immer noch Mitglied in einem Adipositas-Verein. Ich saugte wirklich alle Infos auf, die es gab. Dafür hatte ich mir sehr viel Zeit genommen.

Radikale Lösung: Magenbypass UND Ernährungsumstellung mit LOGI

Am 19.11.2013 war es dann soweit: Ich bekam meinen Magenbypass (RNY). Für mich war das der einzige Weg, dem Rollstuhl zu entkommen. Die Gewichtsabnahme war auch noch aus einem anderen Grund wichtig geworden: weniger Gewicht bedeutet längere Lebensdauer der Prothesen – da zählt jedes Kilo!

Anfangs konnte ich sehr wenig essen. Solange die Magenbypass OP noch frisch war, waren zwei Esslöffel Joghurt schon viel. Nach vier Wochen Flüssigphase und einigen Tage Breiphase ging es in die "feste-Kost-Phase". Was freute ich mich auf knackiges Gemüse, dazu einen leckeren Thunfischdip! Oder Quark mit Beeren, Fisch mit Salat! Denn für mich stand fest: Ich mache meinen Weg mithilfe der OP UND der LOGI-Methode.

Auch, wenn meine damalige Ernährungsberaterin nicht von LOGI zu begeistern war – MIR war das egal. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die immer "ihr Ding" durchziehen; mein Bauchgefühl ist doch das Beste.

Mangelverdauung, Mangelernährung? Nicht mit der LOGI-Methode!

Mit der Kombination von Magenbypass-OP und einer Ernährung nach LOGI nahm ich hervorragend ab. Auch der bei allen gefürchtete Haarausfall blieb bei mir aus. Ebenso bekam ich nach der OP keine Verstopfungen. Sehr viele Operierte leiden darunter. Warum diese Nebenwirkungen bei mir ausblieben? Für MICH steht ganz klar fest: LOGI half und hilft mir, dass es mir gut geht.

Auch wenn sich das jetzt fast vergötternd anhört: Für mich ist das so. Ausreichend Eiweiß, genug Fett. Es gab und gibt unzählige Versuche, mit mir zu diskutieren, dass ich zu viel Fett essen würde. Meine Güte! Warum sollte es viel zu viel Fett sein, wenn ich dabei abnehme?

Durch eine Magenbypass-OP entsteht eine Mangelverdauung sowie Mangelernährung. Ich nehme deswegen unter anderem Vitamine und Calcium ein. Ich esse meine Beeren, viel Gemüse und ich habe noch nie Mängel gehabt bei meinen Blutwerten. Fettleber? Die hatte ich mal – jetzt nicht mehr. Meine Ärzte sind begeistert und sagen, ich solle auf jeden Fall so weitermachen.

Am 19.11.2013, dem Tag meiner Magenbypass-OP, wog ich 140,2 kg - heute sind es 90 kg. Und es wird weitergehen. Auf jeden Fall mit LOGI. Ich ernähre mich Hauptsächlich von Stufe 1 und 2, einmal am Tag wenig von Stufe 3. Mir geht es damit prima.

Übrigens laufe ich auch nicht mehr an Krücken. Die konnte ich nach genau drei Jahren "in die Ecke werfen". Ich hab es geschafft – mühsam zwar, aber ich hab es geschafft. Weil ICH es so wollte. Und ich kann mich wieder bewegen, schwimmen, Fahrrad fahren. Ich lebe! Ich lebe ein tolles Leben nach jahrelangen Entbehrungen und Demütigungen.

Immer zuerst eine Ernährungsumstellung probieren

Heute helfe ich anderen Menschen, die eine Behinderung oder Übergewicht haben und nicht wissen, was sie alles für ihre Gesundheit tun können. Mein Rat: Ernährt Euch nach LOGI – egal, ob mit oder ohne Magenbypass-OP. Ich rate keinem Menschen zu dieser OP – die Entscheidung trifft jeder für sich selbst. Liegen keine Begleiterkrankungen vor – anders als es leider bei mir der Fall war –, sollte IMMER zuerst eine gesunde und dauerhafte Ernährungsumstellung versucht werden, um vom Übergewicht runterzukommen, bevor man eine Magenbypass-OP in Betracht zieht. Das ist stets mein Rat.

Ich gehe mit meiner persönlichen Geschichte offen und ehrlich um und man weiß dies zu schätzen. Ich kann meine Erfahrungen weitergeben – einige bekommen Mut, ihre gesundheitlichen Probleme neu anzugehen und manch einen habe ich von den Vorzügen LOGI-Methode überzeugen können.