sticker pyramidenlogo

LOGI Erfolgsgeschichte Mayer 1"Dass es mir nicht gut ging, hatte ich gemerkt. Müde, abgeschlafft, Gewichtszunahme, die Infekte häuften sich ..."

Gaby Mayer erzählt vom Schock nach der Diagnose, von ihrer Angst vor Diabetes-Spätfolgen und von ihrem Jubel bei der ersten Nach-Untersuchung: nach drei Monaten mit der LOGI-Methode war sie 12 kg leichter, der Blutzucker-Langzeitwert war von 10,7 auf 6.7 gesunken und die Fettleber war weg.

Ich will leben – Wie eine Diagnose mein Leben umkrempelt

Ich sitze beim Arzt. Vor zwei Tagen war ich schon einmal in der Praxis, morgens, nüchtern, zur Blutentnahme. Heute ist Besprechung. Sein Satz „Sie haben Diabetes“ klingt in meinen Ohren nach, der Rest rauscht gerade an mir vorbei.

Diabetes? Habe ich schon mal gehört, ja. Aber das betrifft doch immer andere, mich doch nicht. Und jetzt? Schock? Überraschung? Ich analysiere dieses Gefühl sofort – ja, tatsächlich, es ist Überraschung, kein Schock. Endlich eine Diagnose.

Dass es mir nicht gut ging, hatte ich gemerkt. Müde, abgeschlafft, Gewichtszunahme, die Infekte häuften sich … mit 60 Jahren ist man halt nicht mehr taufrisch. Die Waage in der Arztpraxis zeigt 140 Kilo Lebendgewicht. Mit diesem Wert hatte ich nicht gerechnet.

Der Arzt redet weiter, erzählt etwas von Ernährung, abnehmen, Veränderung. Bei den Worten Insulin und Magenoperation horche ich auf, Einzelheiten dringen wieder bis ins Bewusstsein vor. Mit den aktuellen Werten werde ich vermutlich in einem halben Jahr Insulin spritzen müssen, und um das eventuell zu vermeiden, schlägt er eine Magenoperation zur schnellen Abnahme vor. „Alleine schaffen sie das Abnehmen nicht.“ Zunächst soll ich Metformin nehmen, ein gängiges Mittel bei Diabetes Typ 2.

Zu Hause angekommen recherchiere ich den ganzen Tag und die halbe Nacht zum Thema Diabetes, Magen-OP und Ernährungsumstellung. Das Thema Magen-OP liegt mir ganz schnell schwer im Magen. Von den bekannten Kliniken wird meistens ein Magen-Bypass empfohlen, also eine Verkleinerung des Magens und eine Verkürzung des verdauenden Darms. Allein die Vorstellung verdirbt mir den Appetit.

An mir rumschnippeln lassen? Äußerst ungern. Und dann mein Leben lang Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel nehmen? Die Vorstellung spornt mich zu Höchstleistungen in der Recherche an. Irgendwann lese ich dann auf einer Klinikseite, dass man den Magen-OP-Aspiranten empfiehlt, vor der OP erst einmal ein paar Kilo abzunehmen. Eigentlich widersinnig. Empfohlen wird dafür eine eiweißreiche kohlenhydratarme Ernährung. Davon hatte ich sogar schon mal gehört.

Ein paar Tage später habe ich meinen Termin bei der Internistin. Untersuchung der inneren Organe. Lunge, Leber, Herz, Nieren. Lunge schwach, Leber verfettet, Herz eingeschränkt. Immerhin arbeiten die Nieren gut. Blutwerte unterirdisch.

Also wieder an den Computer, weiter recherchieren. Ich steige immer tiefer in das Thema ein, komme auf Zusammenhänge mit schockierenden Bildern. Bildern von Diabetes-Spätfolgen.
OP? Auf gar keinen Fall!

Genau das ist der Zeitpunkt, an dem es in meinem Kopf „Klick“ macht. Ganz laut Klick.

Überlege ich tatsächlich immer noch, was ich tun muss? Ich will auf keinen Fall eine dieser Spätfolgen bekommen. Ich will es auch erst mal ohne OP versuchen, das sollte mein allerletzter Ausweg sein. Ich will … das ist ab heute meine Devise.

Also mache ich mich an die Detailrecherche zur Ernährungsumstellung. Kohlenhydratarm soll sie sein, soviel weiß ich inzwischen. Da gibt es so viele Begriffe, alles ein bisschen verwirrend. Ein Begriff aber taucht immer öfter auf: LOGI. Ich schaue nach, was das genau heißt. LOGI ist – wie vermutet – eine Abkürzung und heißt „LOw Glycemic and Insulinemic Diet“. Übersetzt bedeutet das so viel wie „Ernährung mit niedrigem Blutzuckeranstieg und niedriger Insulinwirkung“.

Das Weiterlesen weckt schnell mein Interesse, die Erklärungen leuchten ein und sind logisch. Schönes Wortspiel.

Das klappt: keine Verbote, richtig satt essen

Also weiter - kaum Zucker, Schokolade, hoch ausgemahlene Mehle usw. Auch wenig von den üblichen und bekannten Beilagen wie Kartoffeln, Reis, Nudeln, Brot.
Puuuh, das wird nicht einfach. Was bleibt da noch übrig? Ich mag keine Verbote.

Aber Moment mal, da steht, dass es keine Verbote gibt. Es kommt „nur“ auf die Menge und die Häufigkeit an. Also manchmal darf ich …. mir tanzen Schokoriegel, Eis, Schwarzwälder-Kirsch-Torte vor meinem inneren Auge herum.
Wusch … weg damit, passt jetzt nicht hierher.

Was darf ich denn eigentlich essen, um satt zu werden? Etwas Obst, viel Salat, Gemüse, am besten gleich mehrere Sorten zu einer Mahlzeit. Dazu dann Fleisch, Eier, Käse, Quark, Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen. Bei der Vorstellung „Steak mit Salat und Gemüse“ läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

Und dann trau ich meinen Augen nicht. Ich muss nicht am Fett sparen. Nichts mit fettreduzierten und daher geschmacklosen Mahlzeiten. Hurra, das könnte ich schaffen! Dass ich gute Fette verwenden soll, ist eigentlich klar. Das Allerbeste: ich soll essen, wenn ich Hunger habe und ich soll mich immer satt essen.

Ich lese von den neuesten Erkenntnissen zum Thema Fett. Nur in Verbindung mit vielen Kohlenhydraten macht Fett fett. Nach und nach werden mir ernährungswissenschaftliche Zusammenhänge klar. Warum hat mir das vorher nie jemand gesagt?

Die erste Untersuchung nach 3 Monaten mit der LOGI-Methode

Nach drei Monaten der nächste Arzttermin. Blutwerte bestimmen, Fettleber untersuchen, Gewicht kontrollieren. Das Ergebnis haut meinen Arzt und mich selbst fast vom Stuhl. Die Fettleber ist weg. Einfach unvorstellbar! Die Leber ist natürlich noch da, aber gesund.

Der Blutzucker-Langzeitwert ist von 10,7 auf 6,7 gesunken - innerhalb von drei Monaten wohlgemerkt. Das Gewicht ist um etwa 12 kg gesunken. Das Lob meines Arztes vernehme ich wie durch Watte, ebenso das „Machen sie so weiter“. Ich schwebe wie auf Wolken aus der Praxis. Ich habe mit der LOGI-Methode den richtigen Weg gefunden, meinen Weg und bin stolz auf mich.

Heute, etwa 19 Monate nach der Diagnose, sind meine Blutwerte alle im Normbereich. Wirklich alle. Langzeitwert bei 5,9. Cholesterin ohne Beanstandung – der Arzt meint „trotz fettreicher Ernährung“, ich sage „wegen fettreicher Ernährung“. Da driften unsere Vorstellungen etwas auseinander. Das ist aber auch das Einzige.

Ich habe von ihm die Devise bekommen „genau so weitermachen“. Schließlich sind 35 kg Fett geschmolzen, ich habe die Medikamentendosis halbieren können, ich laufe munter durch die Gegend und genieße mein Leben. Und ich heimse ein Kompliment nach dem anderen ein. Was will Frau mehr!